Gesetzliche Krankenversicherung

Heutzutage kann man sagen, dass rund 90 Pozent der deutschen Bevölkerung eine gesetzliche Krankenversicherung hat, die Leistungen anbietet, welche die Gesundheit entweder wiederherstellen oder schützen. Die gesetzliche Krankenversicherungen werden von den Krankenkassen getragen, diese führen die ihnen zugewiesenen Aufgaben eigenständig und verantwortlich durch. Die Finanzierung geschieht durch die Beiträge, welche paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen werden. Der GKV Spitzenverband trifft Entscheidungen bezüglich der ärztlichen und stationären Versorgungen.

Das Strukturprinzip geht nach dem Solidaritätsprinzip. Somit werden gleiche Leistungen unabhängig von dem Einkommen getroffen. Der größte Vorteil ist also die Grundversorgung. Es ist kein Problem ob man Arbeitslos ist oder in Zahlungsnöten gerät. Trotzdem muss man ehrlich sagen, dass einige Leistungen zu Wünschen übrig lassen und dass einige Probleme der Versicherten nicht gedeckt werden. Andere Länder, wie zum Beispiel Schweiz oder die Niederlanden haben aber ein viel schlechteres System als Deutschland.

Deutsche Bürger, die Familie haben, profitieren auch von einer Mitversicherung aller Mitglieder, die kein Einkommen haben. Wenn man Kinder hat, kann man sich auch an den kleinen Zuzahlungen erfreuen. Trotzdem muss man aber mit einigen Kosten rechnen: die Praxisgebühren, die Beteiligung für einige Medikamente und das Tagesgeld für Krankenhausaufenthalte.

Das heißt, dass man mit einer GKV besser gesund bleibt, da man im Ernstfall in die finanzielle Ruine getrieben werde kann. Die besonders Kranken erfreuen sich aber an der GKV, welche keine Zuzahlungen erwarten, was nicht der Fall der privaten Krankenversicherung ist.

Zu den zahlreichen Vorteilen gehören auch, dass man keine Beitragszahlungspflichten hat, selbst wenn man über 6 Wochen krank ist, dass man Krankengeld bei Arbeitsunfähigkeit oder Erkrankung eines Kindes bekommt, dass die Stellung einer Haushaltshilfe unter bestimmten Bedingungen möglich ist, dass Härtefallregelungen möglch sind und dass junge Mütter Mutterschaftsgeld bekommen.

Zu den Nachteilen gehört aber, dass keine individuelle Gestaltung des Versicherungsschutzes möglich ist. Außerdem hat man keinen Einfluss auf die Beitragsgestaltung, und man ist an eine Krankenkasse für wenigstens 18 Monate gebunden. Die Behandlungen erfolgen nur durch Kassen-, Vertragsärzte und Zahnärzte. Es gibt kaum Leistungen im Ausland, und die Zuzahlungen bei Zahnersätzen sind relativ hoch.

Deswegen kann man über die GKV sagen, dass diese praktisch, jedoch in einigen Fällen, nicht genug ist.